Bitcoin

Das Internet erscheint geradezu endlos und es werden die verschiedensten Produkte und Dienstleitungen angeboten. Somit ist es nicht verwunderlich, dass im Internet auch verschiedene Bezahlsysteme angeboten werden. Neben den bekannten Arten wie Online-Überweisung und Kreditkarten, reihen sich auch verschieden Online-Bezahlverfahren ein, wie z.B. PayPal, Paysafecard, Giropay u.v.m. ein. Doch es gibt darunter ein Verfahren, welches unter den anderen hervorsticht. Die sogenannten Bitcoins sind auch eine echte Online-Währung, die wir hier einmal näher beleuchten möchten. Auch möchten wir untersuche, in wie weit der Bitcoin eine nachhaltige Erscheinung sein wird.

Eine anonyme Online-Währung

Der klare Vorteile gegenüber anderen Online-Bezahlsystemen ist, dass die Währung Bitcoins komplett anonymisiert ist und nur der Sender und Empfänger erhalten die Information, die eine Überweisung aufgeschlüsselt. Alle anderen Zugriffsquellen, welche die Überweisungsdaten über das Internet weiterleiten, erhalten nur eine verschlüsselte Information und können somit nicht erfahren, woher das Geld kommt und wohin es geht. Somit ist die Währung Bitcoin auch komplett unabhängig und gelöst von Staaten sowie Banken und kann auch nicht ohne weiteres manipuliert und gesteuert werden.

Stabilität der „Währung“

Da jedoch Bitcoins als echte Währung gesehen werden können, unterliegt auch die Bitcoin-Währung den typischen realen Kursschwankungen. Somit kann ein Bitcoin mal mehr oder weniger wert sein. Daher ist es nicht ratsam, sein komplettes Geld in Bitcoins anzulegen, da es völlig ungewiss ist, wie sich die Bitcoin-Währung in Zukunft entwickeln wird. Ein hohes Interesse an Bitcoins lässt die Kurse kurz nach oben schnellen und ein niedriges Interesse lässt die Kurse fallen. Ganz nach der Regel Angebot und Nachfrage. Doch die ersten Prognosen und Entwicklungen von Bitcoins zeigen deutlich, dass ein immer größeres Interesse an diesem anonymen Online-Bezahlsystem vorhanden ist. So bieten nicht nur immer mehr Internetportale Bitcoins an, sondern auch richtige Läden und Geschäfte in der Stadt akzeptieren nun schon vereinzelt Bitcoins als Alternative zum realen Geld.

Bitcoins für illegale Zwecke

Dort wo Anonymität herrscht, wird es auch immer Kriminalität geben. So auch nicht anders bei der Bitcoin-Währung. Im Jahr 2013 wurde in der USA, durch das FBI, ein Internetportal namens Silk-Road entdeckt. Dieses anonyme Portal bot die verschiedensten Waffen und Drogen in Hülle und Fülle an und das verwendete Bezahlsystem waren die Bitcoins. Zu diesem Zeitpunkt wurden über 1,2 Milliarden Doller auf dem Portal umgesetzt, wovon 80 Millionen Dollar, als Provision an den Seitenbetreiber gegangen ist. Der Betreiber von Silk-Road, wurde durch eine aufwendige und filmreife Fahndung geschnappt und verurteilt, jedoch nur zwei Wochen später wurde das Portal Silk-Road wieder unter einen anderen Betreiber eröffnet. Da sich diese Portal im sogenannten Deep- oder auch Dark-Net befindet, ist es für die Behörden fast unmöglich die Verantwortlichen zu identifizieren.

Das anonyme Whistleblower Netzwerk

Das Dark- b.z.w. Deep-Net hat aber auch seine Vorteile, da dieses Netzwerk benutzt wird, um anonyme Informationen auszutauschen, in Ländern und Regionen der Welt, in denen es gefährlich sein kann, heikle und systemkritische Informationen zu teilen. In Länder wie China, Nord-Korea, Syrien, Iran und vielen anderen, wird das Deep-Net genutzt, um anonyme Informationen zu erhalten oder auch zu verteilen. Aber auch in der USA wurde das Deep-Net genutzt, um Informationen weiter zu geben. Die sogenannten Whistleblower, wie z.B. Bradley Manning und Edward Snowden, haben das anonyme Netzwerk genutzt, um wichtige Informationen weiterzuleiten. So wurden nicht nur Kriegsverbrechen der USA aufgedeckt, sondern auch die massive weltweite Spionage rückte nun mehr in den Mittelpunkt. Auch heute wird das Netzwerk genutzt um z.B. WikiLeaks Informationen zukommen zulassen.

Möglichkeiten Bitcoins zu verdienen

Es gibt tatsächlich die Möglichkeit, gratis und legal Bitcoins zu verdienen. So gibt es im Internet auch die verschiedensten Dienste, die es einem ermöglichen, mit mehr oder weniger Aufwand an Bitcoins zu erhalten. Die einfachste aber auch riskanteste Methode sind Online-Casinos, jedoch handelt es sich hierbei um Glücksspiel und genau so schnell wie man Geld gewinnen kann, kann man es wieder verlieren. Als Alternative zum Glücksspiel gibt es noch verschiedenen Mini-Flash-Spiele, in der ein Wetteinsatz festgelegt wird. Der Gewinner bekommt alle gesetzten Bitcoins. Der sicherste, aber dafür zeitaufwendigste Prozess, ist die eigenen Rechenleistung von Computer und Handy, dem Bitcoin-Netzwerk zur Verfügung zu stellen. Unsere Rechenleistung wird dann verwendet um das Netzwerk sicher zu machen und die Verschlüsslung der Überweisungen zu beschleunigen. Für die angebotene Rechenleistung erhalten wir im Gegenzug Bitcoins, wenngleich auch nur im sehr geringen Umfang. Somit ist das Währungssystem Bitcoin quasi durch eine Gegenleistung gedeckt.

Bitcoins: Eine nachhaltige Internetwährung?

Im Zuge aller verschiender Vor- und Nachteile sowie den Besonderheiten der Internetwährung stellt sich natürlich auch die Frage, wie nachhaltig diese ist. Sind Bitcoins eine Art Modeerscheinung, die genauso schnell wieder verschwinden wird, wie sie gekommen ist? Oder müssen die herkömmlichen Währungssysteme zukünftig mit einem „digitalen Konkurrenten“ rechnen?

Vieles deutet darauf hin, dass letzteres der Fall sein könnte, denn Bitcoins erfreuen sich einer zunehmenden Verbreitung sowie Akzeptanz. Darüber hinaus ist die Währung auch durch einen gewissen Gegenwert, nämlich die erforderliche Rechenleistung für den Verschlüsselungsprozess des Bezahlverfahrens gedeckt, wodurch die Bitcoins auch generiert werden. Eine unlimitierte Schöpfung ist daher nicht ohne weiteres möglicher. Ferner bekommen auch die herkömmlichen Währungen zunehmend Probleme und sind in den meisten Fällen alles andere als sicher, wodurch der Bitcoin evtl. zu einer Ausweichwährung werden könnte, wenn es zu einer massiven Inflation kommen sollte. Viele sehen im Bitcoin jedoch auch die nächste große Blase die bald platzen wird. Letztendlich wird die nahe Zukunft zeigen, wohin die Reise hinsichtlich der Nachhaltigkeit von Bitcoins geht.