Rechtsschutzversicherung

Leider kann es immer wieder im Leben dazu kommen, dass man in einen Rechtsstreit gerät. Nicht immer muss man dafür auch wirklich der Schuldige sein. In den verschiedensten Bereichen kann man da plötzlich in die Situation kommen, dass man einen Rechtsbeistand in Anspruch nehmen muss. Denn wer fühlt sich schon in der Lage, sich selber bei einem Rechtsstreit vertreten zu können. In so einen Rechtsstreit kann man leider schnell geraten. Ob bei einem Zwischenfall im Straßenverkehr oder bei einem Nachbarschaftsstreit. Manchmal ist es auch ein unangenehmer Zwischenfall mit dem Hund oder man hat Ärger wegen der Kinder bekommen. Vielleicht befürchtet man aber auch Ärztepfusch bei einer OP oder anderen Behandlungen und will sich da rechtlich absichern lassen. Oder man hat Probleme mit dem Vermieter, Mieter oder dem Arbeitgeber. Im Grunde genommen gibt es also zahlreiche Möglichkeiten, wie man schnell in die Situation geraten kann, rechtlichen Beistand suchen zu müssen.

Für solche Fälle gibt es dann zahlreiche Anwälte, die sich für viele Dinge spezialisiert haben und die man schnell beauftragen könnte, sich der Sache anzunehmen. Aber leider fürchten viele dann dabei die Kosten,die auf einem zukommen könnten, wenn man den Anwalt selber bezahlen muss. Diese Kosten können dann für manche dazu führen, dass man in finanzielle Bedrängnis gerät. Um für solche Situation abgesicherter zu sein und auch ohne große Verzögerungen reagieren zu können, ist es dann sinnvoll, eine Rechtsschutzversicherung abzuschließen. Diese kann man auch für spezielle Bereiche finden. Denn gerade dann, wenn man zum Beispiele als Vermieter öfters Problemen mit seinen Mietern bekommen könnte, kann sich diese Rechtsschutzversicherung schon sehr auszahlen und einem langen Ärger und viele Kosten ersparen.

Die Rechtsschutzversicherung

Bei der Rechtsschutzversicherung werde folgende Kosten übernommen:

  • Bei einem frei wählbaren Rechtsanwalt anfallenden gesetzlichen Anwaltsgebühren

  • Zeugengelder/Sachverständigen-Honorare (aber nicht bei außergerichtlichen Privatgutachten)

  • Gerichtskosten

  • Wenn der Versicherungsnehmer diese übernehmen muss, auch die Kosten des Gegners

  • Auch eine Strafkaution (normalerweise bis zu 50.000 Euro) kann übernommen werden, damit der Versicherungsnehmer vor dem Strafvollzug geschützt werden kann.

Nicht übernommen werden aber Geldstrafen und Bußgelder

Meist wird bei Rechtsschutzversicherungen eine Selbstbeteiligung vereinbart. Dabei handelt es sich oft um einen Betrag zwischen 150 und 250 Euro je Rechtsschutzfall. Der Versicherungsschutz gilt europaweit. Auch in den Anliegerstaaten des Mittelmeeres, die nicht zu Europa gehören. Grundsätzlich sind minderjährige Kinder mitversichert. Volljährige und unverheiratete Kinder sind dann mitversichert, wenn sie noch keine auf Dauer angelegte Berufstätig aufgenommen haben.

Der Leistungsfall

Damit die Rechtsschutzversicherung in Anspruch genommen werden kann, muss ein Rechtsschutzfall vorliegen. Darunter ist folgendes zu verstehen: „Den tatsächlichen oder behaupteten Verstoß gegen Rechtspflichten“. Zum Beispiel ist deswegen die vorbeugende Rechtsberatung noch nicht von der Versicherung erfasst. Auch werden die Versicherungen prüfen, ob die Rechtsverfolgung hinreichend Aussicht auf Erfolg hat und ob dem Versicherten auch kein schuldhaftes Handeln zur Last gelegt werden kann. Wie schon weiter oben erwähnt, kann für die unterschiedlichen Bereiche ein Versicherungsschutz in Anspruch genommen werden. Folgendes wird beispielsweise häufig als Paket angeboten:

  • Verkehrs-Rechtsschutz für ein oder mehrere Fahrzeuge

  • Verkehrs-Rechtsschutz für alle Fahrzeuge der Familie

  • Privat-Rechtsschutz für Selbständige

  • Berufs-Rechtsschutz für Selbständige, Rechtsschutz für Firmen und Vereine

  • Privat- und Berufs-Rechtsschutz für Nichtselbständige

  • Rechtsschutz für Grundstückseigentümer und Miete